Steinhilber holt Silber bei der DM der Master

Wechselnde Bedingungen herrschten bei der DM der Master im bayrischen Erding, leichter Regen, Wind und Sonnenschein lösten sich regelmäßig ab. Für die LSG Aalen ging Gerhard Steinhilber in der Klasse M75 an den Start. Den Auftakt machte er im Hochsprung, wo er die 1,27 cm überquerte. Dies waren 6 cm mehr als bei seinem Sieg bei den  Landesmeisterschaften die Woche zuvor. Mit ihm sprangen zwei weitere Springer genau diese Höhe, aufgrund einer größeren Anzahl von Fehlversuchen landete er damit aber auf dem 6 Platz.

Im Dreisprung lief es für ihn dann deutlich besser. Nach zwei übertretenen Versuchen konnte er im dritten Versuch die Weite von 8,37 m erzielen. Zwei weitere gültige Versuche in diesem Weitenbereich erfolgten, jedoch ohne eine weitere Verbesserung. Mit seiner Jahresbestleistung blieb er damit genau 40 cm hinter dem Sieger und 2 cm vor dem Drittplatzierten und konnte sich über den Gewinn der Silbermedaille freuen.

Im Stabhochsprung trat Harald Class in der Klasse M55 an. Class reiste als Titelverteidiger, und mit einer Höhe von 3,50 m auch als Jahresbester, an. Eine Rückenverletzung hinderte ihn jedoch die letzten drei Wochen am Training. Diese Probleme traten bereits beim Einspringen wieder auf, so daß er mit einem kürzeren Anlauf zum Wettkampf antrat. Seine Einstiegshöhe von 3,20 m übersprang er zwar immer klar, riss aber jedes Mal beim Fallen unglücklich die Latte. Am Ende standen drei ungültige Versuche in der Ergebnisliste, und Class schied aus dem Wettkampf aus. Der Tagessieger gewann mit einer Höhe von 3,30 m. Class gibt die Saison aber noch nicht auf und hofft das er in den nächsten Wochen wieder an seine gewohnten Höhen springen kann.

LSG Athleten erfolgreich bei den Meisterschaften unterwegs

Bei den Landesmeisterschaften der Master in Heidenheim trat der Läufer der LSG Aalen Robin Linten zum ersten Mal bei den Senioren an. Sein Debüt gab er dabei im 5000 m Lauf der M30 Klasse. Diesen konnte er gleich in sehr guten 15:47,70 min gewinnen. Linten war mit dieser Zeit anderthalb Minuten vor dem Zweitplatzierten Läufer im Ziel. Ein sehr starkes Feld fand sich dann im 800 m Lauf zusammen. Sechs Läufer liefen unter 2:10 min. Linten kam in diesem Lauf nach 2:05,68 min als Zweiter der M30 ins Ziel.

In den Sprungdisziplinen trat Gerhard Steinhilber in der Altersklasse M75 an. Den Hochsprung konnte er dabei mit einer Höhe von 1,22 m gewinnen. Im Dreisprung gelang ihm mit 8,18 m ebenfalls der weiteste Sprung der Konkurrenz. Im Weitsprung sprang er die gute Weite von 3,40 m, musste sich aber der starken Konkurrenz beugen und sich hier mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Mit dieser Vorbereitung ist Steinhilber gut gerüstet für die deutschen Meisterschaften, die am nächsten Wochenende in Erding stattfinden. Steinhilber tritt hier im Dreisprung und im Hochsprung an.

150 km weiter westlich fanden zeitgleich die Landesmeisterschaften der Jugend  statt. Im badischen Langensteinbach konnte sich die Jugend U18 und U20 im Wettkampf beweisen. In der Altersklasse U20 konnte Ina Fouquet sich in ihrem 400m Zeitlauflauf als Zweite platzieren, und mit 63,10 s eine neue Bestleistung aufstellen. Am Ende landete sie damit auf einem guten neunten Rang. Im Stab trat Johanna Eigl für die LSG an. Mit 2,70 m blieb sie unter ihren Möglichkeiten, konnte sich damit aber trotzdem auf dem vierten Rang platzieren.

Es regnete: 9. Aalener Stabhochspungabend unter schwierigen Bedingungen

Wenn Stabhochspringer etwas nicht mögen dann ist es kaltes, windiges und regnerisches Wetter. Mit klammen Fingern sich an nassen Stäben festhalten, die beim Anlauf vom Wind zur Seite gedrückt werden, macht das Stabhochspringen extrem schwierig. Das waren aber leider genau die Bedingungen die am 9. Aalener Stabhochsprungabend der Aalener Sportallianz herrschten.  24 Springer und Springerinnen aus der Ostalb, Ulm, Schwäbisch Hall und Rems-Murr sind trotzdem angereist und versuchten sich im Wettkampf. Für die Ostalb Springer war der Wettkampf auch gleichzeitig die diesjährige Kreismeisterschaft.

Viele kamen mit den schwierigen Bedingungen nicht zurecht. Zwei Athletinnen verzichten bereits nach dem Einspringen auf den Wettkampf. Fünf Springer und Springerinnen scheiterten an ihren Anfangshöhen, vier weitere konnten nach dem Überspringen der ihrer Anfangshöhen keine weiteren Höhen meistern.

Umso höher sind deshalb die erzielten Leistungen der erfolgreichen Springer einzuschätzen. Beste Springerin bei den Frauen war Nicole Plott von der WGL Schwäbisch Hall. Nach längerer Wettkampfpause war dies ihr erster Wettkampf seit drei Jahren. Mit übersprungenen 3,20 m konnte sie direkt wieder an ihre alte Leistungen anknüpfen und den Wettkampf gewinnen. Der beste männliche Springer an diesem Abend war der erst 15 Jahre alte Philipp Sturm von der LAC Essingen. Wind und Regen ignorierend machte er einen fehlerfreien Wettkampf und sprang alle Höhen im ersten Versuch! Gekrönt wurde dies mit einer neuen Bestleistung von 3,65 m. Erst die 3,70 m waren an diesem Abend noch zu hoch.

Ältester Teilnehmer des Abends war der 81 jährige Josef Halder von der Spvgg Rommelshausen. Er scheiterte zwar knapp an seiner Anfangshöhe, konnte den Jüngeren Teilnehmern aber zeigen was selbst in diesem Alter noch möglich ist. Trotz der schlechten Bedingungen war die Stimmung auf dem Wettkampf gut. Verpflegung, musikalische Unterhaltung und das Kampfrichterteam sorgten für eine gute Atmosphäre. Der Wettkampf startet auch nächstes Jahr wieder. Dann unter hoffentlich besseren Wetterbedingungen

Regionalmeisterschaften im Mehrkampf im Ulmer Donaustadion

Der Mehrkampf ist die Königsdisziplin der Leichtathletik. Über mehrere Disziplinen hinweg werden Punkte gesammelt. Am Ende gewinnt nicht derjenige mit der besten Einzelleistungen, sondern wer es geschafft hat auch in seinen schwachen Disziplinen zu punkten. Die Regionalmeisterschaften  fanden auch dieses Jahr wieder in Ulm statt.

Der Blockwettkampf ist dieses Jahr wieder neu im Programm. Jahrelang vom Verband stiefmütterlich behandelt ist er dieses Jahr sogar Pflicht für die U14, da die Landesmeisterschaften der U14 nur noch im Blockwettkampf  ermittelt werden.  Der Blockwettkampf besteht immer aus dem 75 m Sprint, dem Weitsprung und den 60 m Hürden. Dazu kommen je nach Schwerpunkt Hochsprung und Ballwerfen im Block Lauf, 800 m und Ballwerfen im Block Lauf,  Kugel und Diskus im Block Wurf.  Die Herausforderungen sind dabei direkt nach der Kinderleichtathletik, die bis zur U12 im Programm ist, jetzt die Disziplinen Hürden, Kugel und Diskus anzugehen.  Mit den Hürden kamen die meisten Athleten noch zurecht. Die sehr kleinen Starterfelder im Block Wurf zeigten jedoch die Schwierigkeit sich auf die schwierigen Wurfdisziplinen umzustellen.

Im Blockmehrkampf Lauf  der W12 konnte Pauline Hauber den vierten Platz erreichen.  Ihre meisten Punkte erzielte sie dabei in den Einzeldisziplinen Weitsprung  mit einer Weite von 4,13 m und dem 60 m Hürdenlauf in 11,88 s. Im 800 m Lauf war die amtierende Regionalmeisterin über diese Strecke in sehr guten 2:48,33 s unterwegs, was aber aufgrund der Punktetabelle nur ihr drittbestes Einzelergebnis war.

Bei den Jungen traten Florian Hartmann in der M12 und Lennard Vaas in der M13 an. Florian trat ebenfalls im Block Lauf an und holte wie bereits Pauline im Weitsprung am meisten Punkte. Lennard startete im Block Sprint/Sprung  und belegte in dieser Klasse den vierten Platz.

Unser Springer und Sprinter Felix Gräßer startete in der Klasse M15 in seinen ersten Neunkampf. Im Gegensatz zum Zehnkampf der Männer fehlt hier nur noch der 400 m Lauf. Trotz starkem Gegenwind erzielte er sein bestes Einzelergebnis im 100 m Lauf mit einer Zeit von 12,95 s. Diese ergaben genau 500 Punkte. Im Hochsprung erzielte er mit 1,52 m die drittbeste Höhe im Wettbewerb. Erwähnenswert ist dabei, daß er diese Höhe im Schersprung bewältigte. Am Ende konnte er den sechsten Rang verbuchen.

Im Siebenkampf der W14 ging Sarah Schill in den Wettbewerb. Über die 80 m Hürden lief sie in 15,60 s eine neue Bestleistung. Über 100 m blieb sie zu ersten Mal mit 14,93 s unter 15 s. Auch bei ihr verhinderte der Gegenwind bessere Zeiten.