Es regnete: 9. Aalener Stabhochspungabend unter schwierigen Bedingungen

Wenn Stabhochspringer etwas nicht mögen dann ist es kaltes, windiges und regnerisches Wetter. Mit klammen Fingern sich an nassen Stäben festhalten, die beim Anlauf vom Wind zur Seite gedrückt werden, macht das Stabhochspringen extrem schwierig. Das waren aber leider genau die Bedingungen die am 9. Aalener Stabhochsprungabend der Aalener Sportallianz herrschten.  24 Springer und Springerinnen aus der Ostalb, Ulm, Schwäbisch Hall und Rems-Murr sind trotzdem angereist und versuchten sich im Wettkampf. Für die Ostalb Springer war der Wettkampf auch gleichzeitig die diesjährige Kreismeisterschaft.

Viele kamen mit den schwierigen Bedingungen nicht zurecht. Zwei Athletinnen verzichten bereits nach dem Einspringen auf den Wettkampf. Fünf Springer und Springerinnen scheiterten an ihren Anfangshöhen, vier weitere konnten nach dem Überspringen der ihrer Anfangshöhen keine weiteren Höhen meistern.

Umso höher sind deshalb die erzielten Leistungen der erfolgreichen Springer einzuschätzen. Beste Springerin bei den Frauen war Nicole Plott von der WGL Schwäbisch Hall. Nach längerer Wettkampfpause war dies ihr erster Wettkampf seit drei Jahren. Mit übersprungenen 3,20 m konnte sie direkt wieder an ihre alte Leistungen anknüpfen und den Wettkampf gewinnen. Der beste männliche Springer an diesem Abend war der erst 15 Jahre alte Philipp Sturm von der LAC Essingen. Wind und Regen ignorierend machte er einen fehlerfreien Wettkampf und sprang alle Höhen im ersten Versuch! Gekrönt wurde dies mit einer neuen Bestleistung von 3,65 m. Erst die 3,70 m waren an diesem Abend noch zu hoch.

Ältester Teilnehmer des Abends war der 81 jährige Josef Halder von der Spvgg Rommelshausen. Er scheiterte zwar knapp an seiner Anfangshöhe, konnte den Jüngeren Teilnehmern aber zeigen was selbst in diesem Alter noch möglich ist. Trotz der schlechten Bedingungen war die Stimmung auf dem Wettkampf gut. Verpflegung, musikalische Unterhaltung und das Kampfrichterteam sorgten für eine gute Atmosphäre. Der Wettkampf startet auch nächstes Jahr wieder. Dann unter hoffentlich besseren Wetterbedingungen

Regionalmeisterschaften im Mehrkampf im Ulmer Donaustadion

Der Mehrkampf ist die Königsdisziplin der Leichtathletik. Über mehrere Disziplinen hinweg werden Punkte gesammelt. Am Ende gewinnt nicht derjenige mit der besten Einzelleistungen, sondern wer es geschafft hat auch in seinen schwachen Disziplinen zu punkten. Die Regionalmeisterschaften  fanden auch dieses Jahr wieder in Ulm statt.

Der Blockwettkampf ist dieses Jahr wieder neu im Programm. Jahrelang vom Verband stiefmütterlich behandelt ist er dieses Jahr sogar Pflicht für die U14, da die Landesmeisterschaften der U14 nur noch im Blockwettkampf  ermittelt werden.  Der Blockwettkampf besteht immer aus dem 75 m Sprint, dem Weitsprung und den 60 m Hürden. Dazu kommen je nach Schwerpunkt Hochsprung und Ballwerfen im Block Lauf, 800 m und Ballwerfen im Block Lauf,  Kugel und Diskus im Block Wurf.  Die Herausforderungen sind dabei direkt nach der Kinderleichtathletik, die bis zur U12 im Programm ist, jetzt die Disziplinen Hürden, Kugel und Diskus anzugehen.  Mit den Hürden kamen die meisten Athleten noch zurecht. Die sehr kleinen Starterfelder im Block Wurf zeigten jedoch die Schwierigkeit sich auf die schwierigen Wurfdisziplinen umzustellen.

Im Blockmehrkampf Lauf  der W12 konnte Pauline Hauber den vierten Platz erreichen.  Ihre meisten Punkte erzielte sie dabei in den Einzeldisziplinen Weitsprung  mit einer Weite von 4,13 m und dem 60 m Hürdenlauf in 11,88 s. Im 800 m Lauf war die amtierende Regionalmeisterin über diese Strecke in sehr guten 2:48,33 s unterwegs, was aber aufgrund der Punktetabelle nur ihr drittbestes Einzelergebnis war.

Bei den Jungen traten Florian Hartmann in der M12 und Lennard Vaas in der M13 an. Florian trat ebenfalls im Block Lauf an und holte wie bereits Pauline im Weitsprung am meisten Punkte. Lennard startete im Block Sprint/Sprung  und belegte in dieser Klasse den vierten Platz.

Unser Springer und Sprinter Felix Gräßer startete in der Klasse M15 in seinen ersten Neunkampf. Im Gegensatz zum Zehnkampf der Männer fehlt hier nur noch der 400 m Lauf. Trotz starkem Gegenwind erzielte er sein bestes Einzelergebnis im 100 m Lauf mit einer Zeit von 12,95 s. Diese ergaben genau 500 Punkte. Im Hochsprung erzielte er mit 1,52 m die drittbeste Höhe im Wettbewerb. Erwähnenswert ist dabei, daß er diese Höhe im Schersprung bewältigte. Am Ende konnte er den sechsten Rang verbuchen.

Im Siebenkampf der W14 ging Sarah Schill in den Wettbewerb. Über die 80 m Hürden lief sie in 15,60 s eine neue Bestleistung. Über 100 m blieb sie zu ersten Mal mit 14,93 s unter 15 s. Auch bei ihr verhinderte der Gegenwind bessere Zeiten.  

Erfolgreiche Regionalmeisterschaften in Schwäbisch Gmünd

300 Teilnehmer aus 26 Vereinen der Leichtathletikregion Ost trafen sich am Samstag in Schwäbisch Gmünd um ihre Regionalmeister zu ermitteln. Der diesjährige Gastgeber LG Staufen richtete die Veranstaltung im Bettringer Stadion aus, sorgte für die Bewirtung der angereisten Gäste und wurde durch die Kampfrichtergruppe des Kreises unterstützt.

Mattheo Holst belegte in der M13 mit 11,01 s über die 75 m Strecke den dritten Platz. Unser schnellster U12 Sprinter war Joscha Jenner. Er kam nach 11,91 s ins Ziel.  Über die 800 m ging sein Vereinskamerad Leo Brusch an den Start. Mit einer Zeit von  2:53,3 min erlief er sich den zweiten Platz. Die U14 Staffel in der Besetzung  Joscha Jenner, Lennard Vaas, Leo Brusch und Mattheo Holst kam zwar ins Ziel, durch einen Wechselfehler mit Stabverlust gingen jedoch wertvolle Sekunden verloren.  Trotz des großen Rückstands zeigten aber alle Läufer Sportsgeist und beendeten das Rennen.

In der W12 dominierte Pauline Hauber ihren 800 m Lauf. Vom Start weg bis zum Ziel immer in Führung laufend, kam sie nach starken 2:46,16 min als Erste ins Ziel. Über die 75 m Strecke belegte Johann Groll den sechsten Platz mit 11,62 s. Auf Platz sieben kam Helen Rehor, mit einem Rückstand von genau  0,01 s! Die U14 Staffel der Mädchen in der Besetzung Pauline Hauber, Jana Rehor, Helen Rehor und Johanna Groll liefen nach 45,91 s in Ziel und belegten damit den vierten Platzr. Jana Rehor stieß die 3 kg Kugel auf eine Weite von 6,28 m und wurde damit fünfte.

Zwei zweite Plätze in der M14 gab es für Moritz Haas. Im Kugelstoßen gelang ihm dies mit einem Stoß mit der 4 kg Kugel auf eine Weite von 9,12 m. Im Diskuswerfen mit einem Wurf auf 22,84 m.  Lena Scheuerle verbesserte ihre Hochsprungbestleistung auf 1,36 m.

Den Tagessieg über die 100 m Sprintstrecke der U18 ging an unseren Sprinter Moritz Jilek. Mit seiner neuen Bestzeit von 12,02 s war er der schnellste Sprinter im Feld. Zwei persönliche Bestleistungen konnte Mara Sigel verbuchen. Über 100 m lief sie in 15,19 s und im Weitsprung landete sie bei 4,24 m.

In der U20 kämpfte Philipp Gräßer über die 100 m mit Gegenwind und kam nach 12,07 s ins Ziel. In der weiblichen U20 lief Ina Fouquet die Stadionrunde in genau 64,00 s und konnte damit die Qualifikation für die Landesmeisterschaften abhaken.

Zwei Stadionrunden sind für unseren Läufer Robin Linten eigentlich zu kurz. In sehr guten 2:08,39 s beendete er seinen 800 m Lauf trotzdem auf dem Erster. Der zweite Lauf war deutlich langsamer so daß der Titel des Regionalmeisters an Robin ging.

Sasioneröffnung in Weinstadt

Die Freiluftsaison startet! Unsere LSG Athleten sind wie bereits bei der Bahneröffnung in Weinstadt in die Saison eingestiegen. Unser jüngster Starter startete in der Altersklasse M13. Leo Brusch versuchte sich an den 800 m. In seinem ersten Stadionwettkampf, und als jüngster Starter im 800 m Feld, kam er nach 2:51,92 min ins Ziel. Im Kugelstoßen der M14 trat Moritz Haas an. Mit einer Weite 9,08 m musste er sich nur dem Sieger geschlagen geben. Linus Reichenbach lief seine 100 m in guten 14,07 s und wurde Dritter.

Bei den M15 belegte Felix Gräßer über die 100 m den zweiten Platz. Mit 12,66 s konnte er damit seine erste Qualifikation für die Landesmeisterschaften erzielen. Über die 80 m Hürden belegte er wieder den zweiten Platz. Mit 12,66 s holte er sich auch hier die Qualifikation. Im Weitsprung fehlt er noch an der Absprunggenauigkeit. Mit einer seinem einzigem gültigen Sprung von 5,08 m blieb er unter seinen Möglichkeiten.

In der Klasse W14 ging Sarah Schill und Lena Scheuerle an den Start. Sarah lief mit 15,73 über die 80 m Hürden auf den dritten Rang. Über 100 m blieb die Uhr bei ihr nach 15,35 s stehen. Unter 15 s blieb ihre Vereinskollegin Lena Scheuerle mit einer Zeit von 14,96 s.

In der U20 ging Ina Fouquet über die 400 m an den Start. Nach 64,61 s lief sie ins Ziel und belegte in einem starken Startfeld am Schluss den sechsten Platz.

Zum Abschluss der Veranstaltung ging es an die Staffelläufe. In der Aufstellung Linus, Leo, Moritz und Felix kam der Staffelstab nach 54,93 s ins Ziel. Bei der Mädchenstaffel standen uns mit Sarah und Lena zu wenige Läuferinnen zur Verfügung. Kurzerhand wurde mit Paula Pienik vom VFL Winterbach und Magdalena Pohlan vom SG Weinstadt zwei Sprinterinnen gefunden, die ebenfalls Spaß am Staffellaufen haben.  Nach kurzem Üben der Wechsel lief die Staffel nach 58,64 s ins Ziel und unterlag dabei nur knapp einer Vereinsstaffel.